Ein Gerücht hält sich hartnäckig:

"Als Delegationsmitglied genieße ich einen besonderen Kündigungsschutz!"

Der besondere Kündigungsschutz gilt ausschließlich für die Arbeitsinhalte als Personaldelegierter, da diese Arbeit naturgemäß öfters zu Konflikten führen kann.

Für all die anderen Fehler, die mit der normalen Arbeit zu tun haben, existiert kein besonderer Kündigungsschutz.

Aus diesen Gründen betrachtet es die jetzige Delegation sehr negativ, wenn Mitarbeiter auf die Idee kommen für eine neue Personaldelegation zu kandidieren, damit sie in den Genuss eines angeblich besseren Kündigungsschutzes kommen. Die Realität sieht nämlich vollkommen anders aus.
Das Mandat bringt mit sich, dass man aus der Masse heraus tritt, Kritik übt, den Daumen in offene Wunden legt, sich beharrlich für Veränderungen einsetzt, Konflikte er- und austrägt. Aus diesem Grund erwarten wir, dass sich Mitarbeiter für die neue Delegation zur Verfügung stellen, die in ihrem eigentlichen Arbeitsfeld gute Arbeit leisten. Das ist eine gute Basis, damit man sich in der Personalvertretungsarbeit auch mal weiter aus dem Fenster lehnen kann, als einem selbst lieb und wohl ist.

Das Gremium Personaldelegation wird dies mit allen Kandidaten nochmals diskutieren.