Mehr Präsenz vor Ort bei der Belegschaft
vs.
den verpflichtenden Aufgaben, individueller und kollektiver Betreuung, welche die Delegationsarbeit mit sich bringt.

Selbstkritisch greifen wir uns an die eigene Nase. Es wäre besser, neben unserer Arbeit auf den Stationen, als Delegierte mehr vor Ort bei der Belegschaft zu sein ... 

Wären wir öfter vor Ort, würde dies Vertrauen fördern, wir könnten unsere Arbeit besser verkaufen, würden die Chancen einer persönlichen Wiederwahl erhöhen ... aber zu schnell bleibt man in Einzelgesprächen hängen, erreicht so nur einen kleinen Teil des Personals und viele andere verpflichtende Arbeiten bleiben liegen. 

So befinden wir uns in einer Zwickmühle, der wir begegnen möchten. Wir nehmen unsere Arbeit sehr ernst und diese nimmt uns zeitlich stark in Anspruch. Aber oft bleibt wenig Zeit, um über die Stationen zu pendeln ... und oft stören wir auch bei den Arbeitsabläufen auf Station. Trotzdem müssten wir präsenter sein ... auch wenn Arbeiten bei uns liegen bleiben?

Wir diskutier(t)en dies seit Jahren und habe bisher keine gute und nachhaltige Lösung gefunden. Teils gingen wir systematisch vor, teils punktuell und spontan. Wir haben uns entschieden bei allen Neueinstellungen (Arbeitsvertragsabschlüssen) präsent zu sein und haben dies konsequent durchgezogen. Darüber hinaus haben wir versucht die Präsenzarbeit auf bestimmte Delegierte zu fixieren und haben die Delegierte aber wieder mit anderen speziellen Arbeiten beauftragen müssen.

Das Thema bleibt ein heikler Punkt, der sicher von der neuen Delegation aufgegriffen werden muss. An ihr liegt es, zumindest das Streben nach mehr Vor-Ort-Präsenz aufrecht zu halten, ohne an anderer Stelle Arbeiten liegen lassen zu dürfen und Erreichtes zu gefährden.

Inakzeptabel ist es, das wollen wir nicht unerwähnt lassen, wenn Einzelne "Nicht-Team-Player" ständig Präsenz zeigen, sich darstellen und "sich gut verkaufen" wollen, während andere die Arbeiten im Hintergrund machen und dies unerwähnt bleibt. So sabotiert man die Arbeit, was aber auf den ersten Blick nicht für die Belegschaft erkennbar ist, welche verständlicherweise eher das Sichtbare wahrnimmt. Aus diesem Grund bitten wir gut zu reflektieren, wem man bei den Neuwahlen seine Stimme geben wird.